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Das "Mysterium von Obanos" verdankt seinen Namen einer der schönsten mittelalterlichen Legenden des Jakobusweges in Navarra. Das Werk behält seit seiner ersten Aufführung im Jahre 1965 seinen volkstümlichen Charakter, denn ein guter Teil der Einwohner des Dorfes Obanos, fast 800 Mitwirkende, gestalten aktiv das Schauspiel mit.
Im August 2001 erteilte das Wirtschaftsministerium für Tourismus der Fundation "Mysterium von Obanos" den Titel "Ereignis von Nationalem Touristischem Interesse". So wurde dem Antrag von der Regierung von Navarra, unterstützt von verschiedenen Institutionen, statt gegeben. Gleichfalls bekam die Fundation den Preis "Principe de Viana- 2000", was die grösste Anerkennung für kulturelles Engagement bedeutet.
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Die Aufführung des Mysteriums findet alle 2 Jahre statt, an geraden Jahreszahlen, und trifft damit auf die "Jakobusjahre", wenn der 25. Juli auf einen Sonntag fällt. Die in der zweiten Hälfte des Juli Acht festgelegten Veranstaltungen dauern, circa zwei Stunden und werden sehr gut besucht. Alleine im Jahr 2002 kamen zwischen dem 20. und dem 27. Juli mehr als 7000 Zuschauer. |
Die Handlung "Über das Martirium der Heiligen Felicia und die Reue des Heiligen Guillermos" wurde von dem Pfarrer Santos Beguiristain geschrieben und zum Ersten Mal auf dem Kirchplatz von Obanos 1965 aufgeführt. Ab diesem Jahre wiederholten sich die Vorstellungen ununterbrochen bis 1977. Fünfzehn Jahre später, im Jahre 1993, nahm erneut die Bevölkerung des Dorfes die Vorführung in die Hand und es wurde 1999 mit sehr grossem Erfolg wiederaufgeführt. So begann die Wiederherstellung dieses volkstümlichen Festspiels mit der Hilfe der Regierung von Navarra, dem Bischofsordinariat und anderen Institutionen, wie der Fundation, der Gemeinde Obanos, der Parroquia S. Juan Bautista und die Asociaciòn Freunde des Jakobusweges.
Der jetzige Regisseur ist der wohlbekannte Alfonso Segura. Im Jahre 2000 baute er manche Szenen ein, die schon vor 20 Jahren gespielt wurden und erhöhte die Anzahl der "Life-sprechenden" Akteure.
Schauspieler wie Javier Baigorri (H. Guillermo), Noemi Alcalà (Hl. Felicia) oder Manolo Monge (der alte Mann) repräsentieren die wichtigsten Rollen des Schauspieles.
Hervorzuheben ist die Garderobe, bestehend aus 1056 verschiedenen mittelalterlichen Kostümen im Wert von 200 Mios. Peseten, die uns in die Zeit des Geschehens zurückerversetzt. An deren Herstellung und Entwürfen wirkten bekannte Persönlichkeiten des Modedesign, wie Francis Bartolozzi oder Carmen Lozano und Andere aus dem Ort, wie Clara Vèlaz, mit.
Die Legende von Felicia und Guillermo
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"Das Martirium von der heiligen Felicia und die Reue des heiligen Guillermo" ist eine Legende aus dem XIV Jhd., die von der Tragödie der Kinder des Herzogs von Aquitanien erzählt.
Nachdem die Prinzessin Felicia den Jacobusweg vollendet hatte, fühlte sie sich berufen, nicht mehr an den königlichen Hof mit seinem Prunk zurückzukehren und versteckte sich als Magd im Gutshof Amocain, im Egües Tal.
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Als ihr Bruder Guillermo sie nach langem Suchen entdeckete, teilte er ihr den Befehl seines Vaters mit, sie tot oder lebendig nach Hause zurück bringen zu müssen. Nachdem sie sich weigerte zurückzukehren und ihre Verpflichtungen am Hof wahrzunehmen, erstach Guillermo seine Schwester.
Felicia wurde in Labiano, einem kleinen Dorf, im Tal Aranguren, begraben und später heilig gesprochen. Ihr Bruder wanderte den Jakobusweg auf der Suche nach innerer Ruhe.
Erst in der Ermita von Arnotegui bei Obanos, auf seinem Rückweg nach Hause, fand Guillermo Trost und zum Dank, verbrachte er den Rest seines Lebens damit, die Pilger des Jakobusweges und arme Menschen zu pflegen und zu trösten.
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